Warum CO₂ beim Material entschieden wird
Nachhaltigkeit wird bei IFFLAND schon seit Jahrzehnten gelebt und gemessen. Seit 2004, also seit mehr als 20 Jahren, arbeiten wir mit einem nach ISO 14001 zertifizierten Umweltmanagementsystem und erstellen jährlich eine Umweltbilanz. Seit 2013 produzieren wir mit 100 % Ökostrom, und seit 2021 erfassen wir unsere CO₂-Emissionen vollständig über Scope 1 bis 3.
Beim Druckprozess selbst gibt es kaum noch Spielraum. Wir drucken digital auf LED-Druckmaschinen, die sehr wenig Strom verbrauchen. Druckfarben machen in unserer CO₂-Bilanz nur rund 2 % aus. Beim CO₂-Fußabdruck macht der Druck daher kaum einen Unterschied. Eine merkliche Einsparung ist nur über das Material möglich. Unsere CO₂-Bilanz 2025 zeigt es schwarz auf weiß. Fast 89 % unserer Emissionen stammen aus den Materialien, die wir einsetzen.
Viele Unternehmen konzentrieren sich auf Scope 1 und 2 und sehen Scope 3 als etwas, das woanders entsteht. Zugegeben, es ist verlockend einfach, die Verantwortung komplett auf die Lieferkette zu schieben. Wir tun das nicht und denken unseren Materialeinsatz neu, zum Beispiel beim klassischen Roll-up.
Nachhaltigkeit überzeugt nur, wenn die Alternative stimmt
Unserer Kundschaft ist Nachhaltigkeit wichtig. Sie schätzt, dass wir mit dem FoldUp den Status quo hinterfragen und eine echte Alternative zum klassischen Roll-up entwickelt haben. Das Produkt bewegt viele dazu, ihre bisherige Wahl zu überdenken und sich für die nachhaltigere Lösung zu entscheiden, auch wenn sie ein paar Euro mehr kostet als ein Roll-up von der Stange.
Wie viel CO₂ spart das FoldUp gegenüber einem Roll-up?
Beim Materialeinsatz verursacht ein FoldUp (85 × 201 cm) über 80 % weniger CO₂ als ein klassisches Roll-up gleicher Größe: rund 4,6 statt 27,7 kg CO₂e.
Die Rechnung dahinter ist einfach. Wir multiplizieren das Gewicht jedes Materials mit seinem öffentlich verfügbaren durchschnittlichen CO₂-Wert (z. B. aus dem Ecocockpit der LEA Hessen). Beide Displays wiegen etwa gleich viel. Der Unterschied liegt allein im Material. Ein Kilogramm Primäraluminium verursacht rund 11 kg CO₂e, ein Kilogramm Polypropylen rund 2 kg. Durch den Rezyklatanteil von 30 % sinkt der Wert beim FoldUp noch weiter.
Man könnte einwenden, dass sich Roll-ups auch aus recyceltem Aluminium herstellen lassen. Nach unserer Marktkenntnis bestehen marktübliche Kassetten überwiegend aus Primäraluminium und werden häufig aus China importiert. Zudem verhindern Stahlnieten und Bauteile aus anderen Materialien, dass das Aluminium sortenrein in den Kreislauf zurückkehrt.
Warum recycelbar am Ende nicht recycelt ist
Ein Roll-up landet meist im Restmüll. Ein FoldUp auch, wenn es nicht zu uns zurückkommt. Recycelbar zu sein reicht nicht, erst die Rückgabe schließt den Kreislauf. Deshalb liegt jedem FoldUp eine Anleitung zur Rücksendung bei, natürlich ebenfalls aus Polypropylen. Die Magnete setzen wir in neuen FoldUps wieder ein. Das Display geht zusammen mit der Verpackung sortenrein zurück an unseren Materialhersteller und wird dort recycelt.